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Matthias Platzeck: Wir brauchen eine neue Ostpolitik - Russland als Partner

Lesung und Gespräch mit dem Journalisten Steffen Adler

Russland und Deutschland haben sich entfremdet, eine neue Ost-West-Konfrontation ist ausgebrochen. Matthias Platzeck fordert daher nichts weniger als eine neue Ostpolitik:

Wieder geht es darum, "Gräben zu überwinden, nicht zu vertiefen" (Willy Brandt) - denn der Frieden ist in Gefahr wie nie zuvor. Das deutsch-russische Verhältnis gleicht einem Scherbenhaufen: Die Hoffnung auf Entspannung - mit dem Fall des Eisernen Vorhangs schon zum Greifen nah - hat sich 30 Jahre später zerschlagen, Russland ist wieder zum Feindbild geworden. Matthias Platzeck, den Russen und ihrem Land von Kindheit an verbunden, engagiert sich für einen Dialog auf Augenhöhe: Deutschland sollte Russland endlich als Partner akzeptieren und dessen Interessen ernst nehmen. Für diesen Perspektivwechsel muss man nicht mit allem einverstanden sein, was in Moskau passiert. Aber es hilft das Eingeständnis, dass auch der Westen in den vergangenen Jahrzehnten entscheidende Fehler begangen hat.

Matthias Platzeck, geboren 1953 in Potsdam, engagierte sich in der DDR in der Umweltbewegung, war Minister der Regierung Modrow, wechselte 1995 zur SPD, die ihn 2005 zu ihrem Vorsitzenden wählte. 1998 bis 2002 war er Oberbürgermeister von Potsdam.

Von 2002 an war Platzeck elf Jahre lang Ministerpräsdient von Brandenburg. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Forums und leitet die Kommission: "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" der Bundesregierung.

Sonntag 15.08.2021, 19.30 Uhr

Vineta-Bühne Seebad Zinnowitz

Seestr. 8, 17454 Zinnowitz

Montag, 16.08.2021, 19.30 Uhr

Kaiserbädersaal Heringsdorf

Kulmstr., Strandpromenade 33, 17424 Seebad Heringsdorf

Karten:

Tel. 03971-2688800

www.vorpommersche-landesbuehne.de

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