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Drucksache - 2021/SPD/016  

Betreff: Berücksichtigung von Frauen bei Straßennamen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Unterzeichner FB/SG:1. Dr. Uwe Schultz
2. Fraktionsvorsitz
Federführend:Fraktion SPD Bearbeiter/-in: Strumpf, Uta
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Immobilienmanagement Empfehlung
08.06.2021 
Sitzung des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung und Immobilienmanagement abgelehnt   
Ausschuss für Stadtmarketing, Bildung und Kultur Empfehlung
09.06.2021 
Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing, Bildung und Kultur abgelehnt   
Stadtvertretung der Hansestadt Anklam Entscheidung
16.06.2021 
Sitzung der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam zurückgezogen   

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtvertretung beschließt:

Die Stadtverwaltung wird im Sinne der gleichmäßigen Repräsentanz der Geschlechter beauftragt für die künftigen Straßen und Wege im Wohngebiet „Am Bock“ sowie für das Industrie- und Gewerbegebiet „Am Bargischower Weg“ vornehmlich weibliche Namen für die Straßen zu vergeben. Außerdem ist eine geeignete Integration des Heimatforschers und Begründer des Heimatkalenders, Max Sander, in das Straßenbild zu finden.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachdarstellung:

 

Bisher sind in der Hansestadt Anklam nach Zählung der SPD-Fraktion insgesamt 24 (abzüglich der beschlossenen Aufhebung der „Max-Sander-Straße“) nach Männern benannt, wohingegen keine einzige Straße nach einer Frau benannt ist. Diese nach Männern benannten Straßen befinden sich mehrheitlich in den beiden Siedlungen sowie den Gewerbe- und Industriegebieten entlang der Pasewalker Allee. Diesem Missverhältnis wollen wir dadurch entgegenwirken, in dem die in den Wohngebieten „Am Bock“ und dem Industrie- und Gewerbegebiet „Am Bargischower Weg“ gezielt Straßen nach Frauen benannt werden, um ihnen ihren berechtigten Platz im öffentlichen Gedächtnis zukommen zu lassen.

 

Beispiele für Namensgeberinnen könnten sein (in alphabetischer Reihenfolge):

 

-       Hannah Arendt (*1906, †1975), politische Theoretikerin und Publizistin

-       Bärbel Bohley (*1945, †2010), Bürgerrechtlerin und Mitbegründerin des Neuen Forums in der DDR

-       Marie Curie, Physikerin (*1867 †1934), gewann 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie,

-       Simone de Beauvoir (*1908, †1986), Philosophin und Frauenrechtlerin

-       Olympe de Gouges (*1748, †1793), Revolutionärin, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Autorin, verfasste unter anderem die „Erklärung der Rechte der Frau und der Bürgerin“ (1791)

-       Dorothea Erxleben (*1715, †1762), erste promovierte deutsche Ärztin

-       Anne Frank (*1929, †1945), Autorin, die im Nationalsozialismus ermordet wurde

-       Marie Juchacz (*1879, †1956), erste Frau, die in einem deutschen Parlament gesprochen hat, Gründerin der Arbeiterwohlfahrt

-       Frida Kahlo (*1907, †1954), Malerin,

-       Marie-Elisabeth Lüders (*1878, †1966), Frauenrechtlerin und Politikerin, als erste Frau überhaupt Mitglied im Hauptdeputationsausschuss des Deutschen Juristentages, Ehrenpräsidentin des Deutschen Juristinnenbundes

-       Rosa Luxemburg (*1871, †1919), Mitglied des Reichstages und Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands

-       Lise Meitner (*1878, †1968), veröffentlichte gemeinsam mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung

-       Dr. Angela Merkel (*1954), erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

-       Maria Montessori (*1870, †1952), Ärztin und Reformpädagogin

-       Herta Müller (*1953), gewann 2009 den Nobelpreis für Literatur

-       Christiane Nüsslein-Volhard (*1942), gewann 1995 den Nobelpreis für Medizin

-       Sophie Scholl (*1921, †1943), deutsche Widerstandskämpferin im Nationalsozialismus

-       Clara Josephine Schumann (*1819, †1896), Pianistin, Komponistin, Klavierprofessorin und Editorin

-       Elisabeth Schwarzhaupt (*1901, †1986), erste deutsche Bundesministerin

-       Elisabeth Selbert (*1896, †1986) gehörte zu den vier Müttern des Grundgesetzes und auf ihre Initiative geht die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechtteil zurück

-       Walentina Wladimirowna Tereschkowa (*1937), erste Frau im Weltall

-       Christine Teusch (*1888, †1968), erste Ministerin in Deutschland

-       Hildegard von Bingen (*1098, †1179), bedeutende natur- und heilkundige Universalgelehrte des 12. Jahrhunderts

-       Clara Zetkin (*1857, †1933), Frauenrechtlerin, Friedensaktivistin, Alterspräsidentin des 6. Reichstages der Weimarer Republik 1932

   

 


Finanzielle Auswirkungen:

 keine


Anlagen:

 keine