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08.03.2021

08.03.21 - Internationaler Frauentag und Weltfrauentag

Gedanken zum 8. März 2021- Internationaler Frauentag und Weltfrauentag

In meinen Erinnerungen aus meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich sowohl die Vorbereitungen zum 8. März, als auch den Tag selbst, immer positiv erlebt.

Bereits in der damaligen DDR wurde der Internationale Frauentag begangen und vielerorts gefeiert. Es gab den Demokratischen Frauenbund Deutschland (DFD), in dem viele Ortsgruppen vertreten waren. So trug anlässlich des Internationalen Frauentages fast jede Frau während der Arbeitszeit oder zu Hause eine Blume. Die Blumen aus Plastik waren vielfältig und mit einer Anstecknadel versehen. Meine Favoritin war das Maiglöckchen. All das ist Geschichte, denn den damaligen DFD gibt es nicht mehr.

Ende 1990 wurde jedoch der Demokratische Frauenbund e. V. (dfb) gegründet und ist  aktuell in vielen ostdeutschen Städten als Träger verschiedener sozialer Angebote für Frauen tätig. Auch in Anklam gibt es ist eine aktive Frauengruppe, die durch mich als Gleichstellungsbeauftragte Unterstützung erfährt.

Der Weltfrauentag oder Internationaler Frauentag ist ein Tag nicht nur für Mütter (Muttertag), sondern ein Tag für alle Frauen. Egal ob Jung oder Alt, ob Mutter, Großmutter oder Tante, dieser Tag steht für mich für einen gerechteren Umgang gegenüber allen Frauen und soll diese nicht nur auf das Mutterdasein reduzieren. Denn nicht jede Frau kann aus den unterschiedlichsten Gründen Mutter sein.

Der 8. März steht heute als Symbol für Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann. Waren es 1911 noch die Forderungen nach dem aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen oder 1975 die erste Frauentagsfeier bei den Vereinten Nationen,  so bat 1977 die UNO in einer UN-Resolution alle Staaten sich gegen sexuelle Gewalt und für Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen einzusetzen. Erst 1979 hat die Weltgemeinschaft die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Frauenrechtskonvention der Vereinten Nationen (CEDAW) verbindlich festgeschrieben.  Vor 27 Jahren wurde das deutsche Grundgesetz (Artikel 3, Absatz 2) um den wichtigen Satz: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“, ergänzt.

Ein Jahr später (1995) wurden auf der Weltfrauenkonferenz mit der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform die wichtigsten gleichstellungspolitischen Handlungsfelder definiert. Vieles wurde erreicht, aber es gibt noch viel zu tun. Gleiche Löhne, Teilhabechancen und ein gewaltfreies Leben sind beispielsweise noch heute für viele Frauen nicht immer Realität.

Das Motto zum 08. März lautet in diesem Jahr: „Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“.

Es soll hervorheben, dass die Aufgabenlast der Frauen während der Pandemie deutlich gestiegen ist. Sei es im Gesundheits- und Pflegebereich, in der unbezahlten häuslichen Pflege- und Betreuungsarbeit, im Homeoffice oder Homeschooling.

Denken wir anlässlich dieses Tages über die Erfolge und Herausforderungen für die Frauen und Männer in der Gegenwart und Zukunft nach. Ich rufe Sie auf, sich aktiv dafür einzusetzen, den 08. März sowohl als Jubiläum aber auch als Auftrag und Kampftag zu verstehen und anzunehmen. Mit dem Ziel die tatsächliche Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern weiter einzufordern und den Weg dorthin mit zu gestalten.

Evelin Steiner                                                                                 

Gleichstellungsbeauftragte

Hansestadt Anklam

Tel. 03971/835160 oder 01705644285

Hilfe finden Sie u. a. über das kostenlose Hilfetelefon:

Telefon: 08 00 01 16 01 6 oder www.hilfetelefon.de

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